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Anwohnerparken – ja bitte, ABER…

Ich habe das Gefühl, dass die Einrichtung von Anwohnerparkzonen als das Alheilmittel angesehen wird. Habe jetzt schon mehrere Konzepte rund um die Innenstadt gesehen.
Ich halte diese Lösung für grundsätzlich gut, bin auch gerne betreit hierfür einen Jahresbetrag zu zahlen, aber bitte, dann auch stärkere Kontrollen. Wie schon sehr viele hier mitgeteilt haben, hält sich kein Mensch an diese Zonen. Wenn ich sehe, dass tagsüber von 10 PKWs hintereinander 6 Fremde sind (immer die gleichen) und dann von den netten Damen des Ordnungsamt erfahre, dass grundsätzlich alle Mitarbeiter nachmittags nur noch in der Innenstadt unterwegs sind (bringt der Stadt wohl mehr Geld), frage ich mich nach dem Sinn der Zonen. Bitte insbesondere Nachmittags und Abends mehr Kontrollen! Andere Städte bekommen das auch hin (zB Essen im Bereich Museum Folkwang und der Philharmonie)
In meiner Strasse wurde das Anwohnerparken ohne Mitteilung an die Anwohner von 18 Uhr auf 20 Uhr verlängert – hilft mit leider nichts, wenn nur bis 12:00 Uhr kontrolliert wird.
Ich erinnere mich auch noch an die große Bürgeranhörung im Hörsaal Bergmansheil, als das Anwohnerparken eingerichtet wurde. Die \“5 Weisen\“ (Bergmansheil, Knapschaft, Berufsgenossenschaft, Schauspielhaus und Finanzamt) hatten damals großzügig verkündet, dass sie ihre Parkplätze am Wochenende für jeden zugänglich machen wollen – als Ausgleich dafür, dass innerhalb der Woche die Hälfte des öffentlichen Parkraums durch eigene Mitarbeiter belegt sind und die Bogestra wollte großzügige Firmenticketskonditionen anbieten. Wurde inzwischen rückgängig gemacht, die Parkplätze mit Schranken gesichert.
Jede Privatperson muss beim Eigenheimbau ausreichend Parkraum einplanen. Die Firmen für die eigenen Mitarbeiter und Publikum leider nicht.
Also,
Anwohnerparken positiv, wenn regelmäßige, ganztägige Kontrollen
Und
Firmen müssen stärker in die Pflicht genommen werden, eigene Lösungen (Parkhaus, Firmenticket pp) anzubieten.

2 Kommentare zu “Anwohnerparken – ja bitte, ABER…

  1. Das mit den Firmen in die Pflicht nehmen kann aber auch ein Eigentor werden – oder möchte man beispielsweise bei der Knappschaft (Hinweis: ich arbeite dort) auf die Bäume auf dem Parkplatz verzichten. Denn wenn man da mehr Parkplätze schaffen will wüsste ich nicht, wie das ohne Bau eines Parkhauses oder -decks geschehen soll. Und dann wird das für die Bäume sicherlich nicht gut enden…

    Zu den anderen Punkten stimme ich Ihnen zu, wobei mich persönlich ärgert, dass ich von den entsprechenden Versprechungen bei der Bürgerversammlung nichts weiss – aber ich kannte die damalige Versammlung auch nicht (das muss ja auch schon irgendwann vor 2007 gewesen sein, oder?).

  2. Hallo Britta, ich bin auch der Meinung, dass ganztätig kontrolliert werden sollte! Das wird sich scheinbar auch lohnen.

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